Rassebeschreibung

Der Australian Retriever


Der Australian Retriever oder auch liebevoll Golden Aussie genannt, ist eine bewusste Kreuzung aus Golden Retriever und Australian Shepherd.

Golden Aussies sind aktive, liebevolle Familienhunde mit dem will to please des Aussies und der freundlichen, offenen Art des Golden Retrievers.
Dadurch ist der Golden Aussie optimal für aktive Familien oder Einzelpersonen geeignet, sowie auch als Therapie- oder Assistenzhund.
Der Australian Retriever ist sehr lernwillig, klug und aufmerksam. Er ist äußerst anpassungsfähig und kann vielseitig eingesetzt werden.
Das Fell ist mittellang und glatt bis leicht gewellt.
Der Golden Aussie ist etwa 22-32 kg schwer und ca. 52-60 cm groß.

Oft werde ich gefragt ob ein Golden Aussie für Anfänger geeignet ist. Prinzipiell sind die Golden Aussies meiner Meinung nach anfängerfreundliche Hunde, da sie ihrem Besitzer stets gefallen möchten und schnell verstehen, welches Verhalten von ihnen erwartet bzw. erwünscht wird. Sie sind sehr anhänglich und treu, haben viel Freude am lernen und sind am liebsten immer mit dabei.
Die Golden Aussies beobachten ihren Besitzer aber auch sehr genau und bemerken "Lücken" bzw.  "Inkonsequenz" in der Erziehung schnell. Sie neigen dann dazu vorab aufgestellte Regeln wieder zu hinterfragen.
Im ersten Lebensjahr sollte besonders auf Ruhe geachtet werden. Der Welpe sollte lernen, auch einfach mal nichts zu tun und auch bei Außenreizen entspannt bleiben zu können. Wird der Golden Aussie schon im Welpenalter zu viel gefordert und überreizt, erzieht man sich schnell einen "hibbeligen" Hund der nur schwer zur Ruhe kommt und die Aktivtät einfordert.

Die Golden Aussies sind echte "Allrounder" und können als Therapiehunde, Assistenzhunde, für den Hundesport oder als Rettungshunde eingesetzt werden. Oder aber einfach als treuer, entspannter Alltagsbegleiter :)

In Deutschland zählt der Golden Aussie zu den Hybridhunderassen, wie z.B. auch der Goldendoodle, Labradoodle, Aussiedor, Bernerdoodle, Pomsky, Havapoo, Puggle, und viele weitere.

In Amerika ist der Australian Retriever bereits anerkannt und gilt als eigenständige Rasse.

Alle Rassehunde sind einmal durch gezielte Verpaarung verschiedener Rassen entstanden.
Es wurden Hunde mit gewünschten geno- und phenotypischen Eigenschaften verpaart, um am Ende eine gewisse "Brauchbarkeit" und/oder ein gewünschtes Erscheinungsbild zu erreichen.
Der Golden Retriever zum Beispiel wurde im 19. Jahrhundert von Lord Tweedmouth aus einem Labrador, einem Irish Setter und dem inzwischen ausgestorbenen Tweed Water Spaniel gezüchtet.
Der Australian Shepherd ist eine noch sehr junge Rasse, die erst 1996 als eigenständige Rasse vom FCI anerkannt wurde.

Damit eine Rasse vom FCI anerkannt wird, muss sich die Population aus einem Minimum von 8 Blutlinien, jede mit wenigstens zwei Rüden und sechs Hündinnen, zusammensetzen.
Es dürfen keine Beziehungen zwischen den Blutlinien während drei Generationen bestehen. Diese Bedingungen sind durchführbar, wenn mit einem gut geplanten Fortpflanzungsprogramm wenigstens 1000 Hunde registriert sind.
Vielleicht sind die Australian Retriever in ein paar Jahren dann auch in Deutschland als eigenständige Rasse anerkannt.


Zuchtformen:

F1: Erstverpaarung von zwei reinrassigen Hunden verschiedener Rassen (Golden Retriever x Australian Shepherd)

F1b: Verpaarung eines Hybridhundes mit einem reinrassigen(Golden Aussie x Aussie oder Goldie)

F2: Verpaarung zweier Hybridhunde (Golden Aussie x Golden Aussie)

F2b: Verpaarung eines F1 mit einem Fb1 (Golden Aussie F1 x Golden Aussie F1b)

Achtung  Copyrights!
Da meine Texte regelmäßig kopiert und in diversen Anzeigen veröffentlicht werden, möchte ich hier nochmal darauf hinweisen, dass dies ohne meine Zustimmung ausdrücklich verboten.